Über

Mein geistiger Weg begann an der Klosterschule Einsiedeln – zwischen alten Mauern, Musik, humanistischer Bildung und einer Ordnung, die schon früh zum Widerspruch reizte. Nach der Matura führte er mich in das geteilte Berlin, zum Studium der Medizin und durch alle Stationen des ärztlichen Berufs: vom Assistenzarzt bis zum Chefarzt für Rehabilitation. Geprägt hat mich dabei weniger die Suche nach endgültigen Antworten als die Aufmerksamkeit für das, was in ihnen nicht aufgeht.
Geblieben ist die Lust, scheinbar weit auseinanderliegende Dinge miteinander ins Gespräch zu bringen: Medizin und Philosophie, Neurowissenschaft und Musik, Sprache und Organisation, Geschichte und die Widersprüche der Gegenwart. Mich interessieren die Übergänge – zwischen Körper und Geist, Regel und Wirklichkeit, Krankheit und neu gewonnener Freiheit.
Aus diesen bisweilen quirligen Kombinationen entstehen Texte, Ideen und Projekte. Ich schreibe nicht, um Widersprüche vorschnell aufzulösen, sondern um sie sichtbar und produktiv zu machen. Denn gerade aus dem, was sich nicht fügt, können neue Gedanken und unerwartete Impulse entstehen.